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Saisonende im Schweizer Eishockey!

Die National League und die Swiss League beenden ihre Saison! Das Spiel- und Trainingsverbot im Tessin gab dem Vorhaben von Playoffs ohne Zuschauern den Todesstoss. Auch in der MySports League, den unteren Ligen, dem Frauen-Finale und Nachwuchseishockey wird der Spielbetrieb per sofort eingestellt.

Die Saison in der National League und der Swiss League wird beendet. Dies sickerte heute Morgen von Clubvertretern durch und ist nun auch offiziell von der Liga bestätigt. Damit geschieht in der Schweiz, was in den beiden Tagen zuvor bereits in Dänemark, Deutschland, Italien, Norwegen, Österreich, Polen und der Slowakei entschieden wurde.

Den Clubs blieb auch gar nichts anderes mehr übrig. Der Kanton Tessin hat gestern die Regeln verschärft. Wie zuvor schon in Italien ist kein Spiel- und Trainingsbetrieb mehr möglich, auch nicht als "Geisterspiel". Wie zuvor droht der Tessin hier ein Vorreiter zu sein, andere Kantone könnten dem Beispiel folgen. Weil damit Ambrì, Lugano und in der Swiss League Biasca nicht mehr normal weitermachen können, sah man keinen anderen Ausweg als die Saison abzublasen.

Denis Vaucher, Director National League & Swiss League, sagt: «Wir stehen in der Verantwortung, unsere Spieler und Clubangehörigen und ihre Gesundheit zu schützen und genau das hat jetzt höchste Priorität.»

Ein formeller Beschluss mit mehr Informationen dürfte erst morgen folgen, wenn sich die Clubs zu einer offiziellen, ausserordentlichen Versammlung treffen. Wird es die erste Saison seit den 40er-Jahren ohne Schweizer Meister? Oder wird (wie bis in den 80er-Jahren üblich) der Sieger der regulären Saison als Meister bestimmt? Gibt es keine Auf- und Absteiger?

Im Laufe des Vormittags erhielt uns auch das Update, dass der Betrieb in sämtlichen anderen Ligen eingestellt wird. Somit wird das Finale der MySports League nicht ausgetragen, nachdem der Kanton Wallis und gestern auch der Kanton Baselland die Spiele von Martigny und Basel mit bis zu 900 Fans bewilligt hatten.

Bitter ist dies auch für die Frauen der ZSC Lions. Die Zürcherinnen führen die Best-of-5-Serie gegen Neuenburg 2:0 an und hätten am Samstag den Sack zu machen können.

Auch bei den Junioren könnte es zu Absagen kommen, das heisst die Halbfinal-Serien um die U20- und U17-Meistertitel wurden nicht angesetzt und werden es auch nicht. In der 1. Liga gewann Franches-Montagnes die Finalserie im Westen, während im Osten Wetzikon 2:1 gegen Frauenfeld führte. Hier wäre es ursprünglich heute in Frauenfeld weitergegangen. Das Vorgehen in Bezug auf die Auf- und Abstiege innerhalb der Regio League wird nach Konsultation mit den Rechtspflegeorganen von Swiss Ice Hockey in den nächsten Tagen bestimmt, die Entscheide werden in Kürze kommuniziert.

Auch ansonsten gibt es für Hockeyfans nicht mehr viel zu verfolgen.

In der NHL kommen die ersten Geisterspiele, die NBA hat der den Spielbetrieb gestoppt. Auch in den meisten europäischen Ländern wird es strikter. Schweden hat Restriktionen eingeführt, weshalb es für die letzten Runden diese Woche zu Geisterspielen kommen wird. Von den grossen Ligen spielen bislang einzig die russische KHL und die finnische Liiga so weiter, als ob nichts wäre.

In der Nacht auf heute haben die USA ihr Reiseverbot auf Europa ausgedehnt inklusive der Schweiz. Damit ist auch die U18-WM in Plymouth und Ann Arbor (Minnesota) gefährdeter denn je. Wie es mit der WM in Zürich und Lausanne ausschaut, ist weiterhin offen und hängt von der Entwicklung der Virenverbreitung und den Entscheiden des Bundesrats ab. Momentan bleibt die WM wie geplant angesetzt. Der IIHF-Präsident René Fasel hat sich bei verschiedenen Medien geäussert, dass ein Entscheid über eine Durchführung bis zum 15. April fallen müsste.




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