HCAP.ch - Die Meinungen der Gönner

HCAP.ch - Die Meinungen der Gönner

Hier die dritte Ausgabe von “Die Meinungen der Gönner der Biancoblù“ einem Projekt der Redaktion HCAP, welches den wichtigen Fans Klub im Tessin und jenseits des Gotthards eine Stimme verleihen soll.

In dieser Rubrik werden wir uns in jeder Phase der Meisterschaft mit den Präsidenten und Vorstandsmitgliedern der Fans Klub treffen, um von Ihren Hoffnungen, Erfolgserlebnissen und Konfusionen zu erfahren. Das Ziel ist ein intensiverer Dialog zwischen den Fans und dem Verein, Werte und Vorschläge zu teilen und das gesamte Ambiente kompakter zu gestalten.

Die Redaktion des Hockey Klubs Ambrì-Piotta hat sich mit dem Präsidenten des Donatoren Club, Michael Gisler getroffen und mit Ihm einige interessante Themen diskutiert. Folgend das Interview.

Guten Tag Herr Gisler und danke, dass Sie unsere Einladung zum Interview angenommen haben. Seit 2014 vertreten Sie zahlreiche Fans und Gönner jenseits des Gotthard Massivs. Wie genau sehen Ihre Aktivitäten aus? Was für Initiativen ergreifen Sie während der laufenden Saison?

“Der Donatoren-Club versucht mit diversen Aktivitäten die Deutschschweizer Fans den Hockeyclub Ambrì-Piotta näher zu bringen. Wir versuchen damit einen engen Kontakt zwischen dem HCAP und unserer Region zu pflegen. Denn je mehr Personen mit dem HCAP in Berührung kommen, desto mehr potentielle Mitglieder kann der Donatoren-Club für sich gewinnen. Das steigert auch unsere finanzielle Unterstützung für den HCAP. Konkret bedeutet das, dass wir jeweils im Frühling die 1. Mannschaft in den Kanton Uri einladen und einen Event durchführen. Mal ist es ein Fussballspiel gegen eine Deutschschweizer Auswahl, mal ein Rollhockeyspiel gegen den RHC Uri, wo sich die Spieler mal nicht auf Kufen bewegen, sondern auf Rollschuhen. Diesen Frühling führten wir in Zusammenarbeit mit dem Fanclub Uri ein Vereinsjubiläumsfest durch, wo wir für junge und alte Fans etwas bieten konnten.

Weitere Aktivitäten unseres Clubs sind unter anderen eine Gratis Carfahrt, Matchbesuch in der Platinum-Lounge, diverse Apéros und Mittagessen sowie den Verkauf von Merchandising-Artikel, die zusätzliches Geld, meist zugunsten der Juniorenabteilung, generieren.“

In letzter Zeit gab es viele konkrete Initiativen für die Mannschaft seitens der Fans; was treibt Euch an, den Verein zu unterstützen? Trotz der geografischen Distanz kommt ein ansehnlicher Teil der Fans und Gönner der Biancoblù aus der deutschen Schweiz. Wie erklären Sie sich diese Nähe zu unseren Farben?

“Ich bin der festen Überzeugung, dass dieses Herzblut von Generation zu Generation weitergegeben wird. Besucht man als Kind mit seinen Eltern ein Spiel in der Valascia wird man geprägt von dieser Leidenschaft und dieser atemberaubenden Atmosphäre. Diese Verbundenheit lässt einen einfach nicht mehr los. Man kann es nicht ignorieren, wenn es dem Club mal nicht so gut geht und er deine Unterstützung braucht. Gerade in der heutigen Zeit, wo der Sport zusehens ein steriles Business wird, wo Kapitalismus höher gewichtet wird als echte Unterhaltung und Leidenschaft, lohnt es sich umso mehr für so einen authentischen Club zu kämpfen. Leider wird es aber heutzutage immer wichtiger, der Wirtschaft eine exklusivere Plattform zu bieten – auch in Ambrì. Verschiedene Initiativen der Fans reichen nicht aus. Ambrì muss da zwingend mit der Konkurrenz auf dieser Ebene mitziehen“.

Was erwarten Sie als Präsident des Donatoren Club und Fan der Biancoblù für die neue Saison? Wie denken Sie über die neue Strategie des Vereins, auf Frische, Erneuerung und Jugend zu setzen?

“Ich denke die letzte Saison hat vielen Fans die Begeisterung etwas genommen. Ich habe während der Saison oftmals eine regelrechte Resignation unter den Fans festgestellt. Aber man sieht jetzt, dass das Management von Ambrì ein intensives „Lessons learned“ durchgeführt hat und man die nötigen Schritte für die Zukunft in die Wege geleitet hat. Der radikale Strategiewechsel, nun endlich wieder auf junge hungrige und vor allem eigene Spieler zu setzen, war längst überfällig. Dass Luca Cereda zum Headcoach ernannt wurde und ihm dieses verdiente Vertrauen schenkt finde ich Klasse. Ich hoffe, dass man ihm entsprechend Rückhalt gibt und genügend Geduld entgegenbringt.

Die Entscheidung für diesen Richtungswechsel motiviert mich für die neue Saison sehr. Auch wenn es wohl wieder eine schwierige Saison werden wird, hat man dennoch wieder Freude die Spiele zu schauen und die letzte Saison wird schnell in Vergessenheit geraten. Eine junge Mannschaft die kämpft und mit Leidenschaft spielt tut auch der Seele der Fans gut. Und man wird ihr so auch verzeihen, wenn es mal nicht so rund läuft solange man die Emotionen auch auf der Tribüne spühren kann. Von mir aus kann die neue Saison beginnen”.

Im Namen des Vereins bedanken wir uns für Ihren Einsatz zugunsten des Klubs und hoffen, Sie bei den Heimspielen in der Valascia mit Ihrem Enthusiasmus und der Nähe zu Mannschaft wieder anzutreffen.

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